Montagsfrage #6

Montag, 3. August 2015


Es ist wieder Zeit für die Montagsfrage, welche uns jeweils von Buchfresserchen gestellt wird.

Wie schafft es eine Hauptfigur, sich bei dir unbeliebt zu machen?


Damit ich die Frage beantworten kann, muss ich vielleich zuerst sagen, was ich mir von einem Protagonisten wünsche, bzw. wie er sein sollte.
Natürlich kommt es auf das jeweilige Genre an. Wenn ich ein Fantasybuch lese, dann sollte die Hauptfigur ein Held/ eine Heldin sein. Klar kann er/sie Fehler haben, nein die Figur muss sogar! Sie soll greifbar sein und sympatisch wirken.
In Liebesromanen kann der/die Protagonist/in gerne verletzlich sein, soll aber wenn möglich während der Geschichte über sich hinauswachsen. In einem Krimi oder Thriller wünsche ich mir eine taffe Figur, einen Leader, jemand der vorwärts macht, ohne Angst (oder nur wenig) zu haben.

Ich lese gerne Bücher, in denen ich mich mit den Figuren identifizieren kann. Die Protagonisten, aber auch die anderen Charakter, sollen mitfiebern lassen, sie sollen mich zum Lachen bringen oder mich, in den besten Fällen, an mich selbst erinnern.

Mein all time favourite ist Kvothe aus der Kingkiller Chronicle (der Name des Windes). Patrick Rothfuss hat einen so natürlichen Charakter erschaffen, er könnte mein bester Freund sein. Wir haben als Leser miterlebt, wie Kvothe erwachsen wurde, wir haben alle seine Fehler gesehen, konnten sie aber ohne weiteres verzeihen. Er ist einfach so menschlich!

Und nun zur eigentlichen Frage: was kann ich den überhaupt nicht ab?

Liebe Autoren, eine nervige Hauptfigur macht die ganze Story kaputt! Ja, wirklich! Eine Figur sollte nicht von Anfang bis Schluss durchgehend unschlüsslig sein, sich nicht sicher sein und kein Selbstbewusstsein haben. Klar kann sie am Anfang der Geschichte so sein. Aber wer möchte den bitte einen Protagonisten, der sich nicht verändert? Und bitte, bitte keine langweiligen Personen. Und aufjedenfall keine, die oberflächlich sind! Natürlich spreche ich jetzt nicht generell, es sollte ja trotzdem zur Geschichte passen.

Ein, meiner Meinung nach, gutes Beispiel für eine schlechte Protagonist ist Sarah aus Ein Buchladen zum Verlieben. Gott, die hat mich wirklich bis zum Schluss genervt. Ihre Unentschlossenheit, ihres mangelnde Selbstbewusstsein war einfach störend und hat die Dynamik der Geschichte total vernichtet. Ich konnte mich nicht in die Figur hereinfühlen und tat mich daher schwer, sie zu mögen. Hätte sie sich während der Geschichte verändert, hätte ich das Buch warscheindlich geliebt. Jetzt werden einige, die das Buch gelesen haben, vielleicht sagen, sie habe sich ja verändert. Für mich wars aber fast gar nicht zu spüren.

Kommentare:

  1. Hallo,

    ich sitze immer übertrieben grinsend vorm Laptop, wenn noch jemand so für Kvothe schwärmt. <3
    Er ist wirklich der perfekte Protagonist. Ich habe selten so mitgefiebert und solches Herzklopfen beim Lesen gehabt. Generell sind Rothfuss' Charaktere einfach grandios gestaltet!

    Liebe Grüße
    Anabelle

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    1. Hey Anabelle

      *Juhu* ich freue mich riesig, dass dir Kvothe als Protagonist genau so gefällt, wie mir. Ich kann schon gar nicht sagen, welcher der verschiedenen Charaktere mir am besten gefällt. Eigentlich sind alle wunderbar und mit viel liebe zum Detail geschaffen worden, wobei ich Denna doch schon super gerne hab.

      Liebe Grüsse Andrea

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  2. Huhu!

    "Stillstand ist der Tod", da kann man Grönemeyer doch nur rechtgeben - ein Charakter muss sich weiterentwickeln, sonst ist er eine Pappfigur.

    HIER ist mein Beitrag für heute.

    LG,
    Mikka

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