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10 Bücher, die jeder gelesen haben sollte
Da ich in letzter Zeit viel um die Ohren habe, werde ich diesen Top Ten Thursday auslassen. Das ist aber weiter nicht tragisch den Julia von Lizoyfanes hat soziemlich eine Liste zusammengestellt, die ich heute online gestellt hätte.
Schaut doch mal vorbei, die Auswahl ist wirklich toll!
Alle Jahre wieder könnt ihr eure Lieblingsbücher für den Lovelybooks Lesepreis nominieren. Ihr könnt zwischen verschiedenen Kategorien wählen und dürft dann pro Genre maximal drei Bücher aussuchen, welche im Zeitraum vom 1. November 2014 bis 31. Oktober 2015 erstmals erschienen sind.
Bisher habe ich nur letztes Jahr mitgemacht und fand die Aktion richtig toll. Wir Leser haben endlich die Möglichkeit, die für uns besten Bücher zu promoten und anderen damit einen Lesetipp zu geben. Auch Werke von bisher unbekannten Autoren haben hier eine reale Chance.
Interessant ist dabei auch die riesige Auswahl an verschiedensten Werken. Für mich ist es nicht nur eine Liste zur Nominierung, nein, sie dient auch als eine Art Inspiration. Einige Bücher konnten es schon auf meine Wunschliste schaffen, einige Genres habe ich bisher noch nicht durch.
Falls ihr euch entscheidet, mitzumachen, winken übrigens auch unglaublich tolle Preise, unter anderem fünf Buchpakete mit jeweils 50[!] Neuerscheinungen.
Interessiert? Dann schau doch vorbei und vote gleich mit!
Ich für meinen Teil widme mich jetzt wieder dem Nominieren...
Preis € 19.99 / CHF 26.90 Einband Gebundenes Buch mit Hardcover Seitenanzahl 400 MeineWertung 5/5 VerlagHeyne [Randomhouse]
Handlung
Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.
Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur …
Was ich dazu sage...
Früher habe ich oft Bücher aus den Genres Thriller und Horror gelesen. Irgendwie ging das mit meiner aufkommenden und bisher standgebliebenen Liebe zur Fantasy unter. Trotzdem verspüre ich manchmal ein grosses Verlangen nach Nervenkitzel, Blut und Rätsel in der realen Welt. Zuletzt hatte ich daher Bird Box von Josh Malerman gelesen und die Geschichte hat mir wirklich zugesagt. Wulf Dorn's Buch war am längsten auf meiner Wunschliste und da ich dieses Verlangen vor knapp einer Woche wieder verspürte, habe ich es mir sofort ausgeliehen. Ich bereue diese Entscheidung keine. einzige. Sekunde.
Als Leser steigen wir in das Leben von Sarah Bridgewater ein. Sie ist eine junge Mutter und lebt in einem etwas besseren Stadtteil von London, mit ihrem Sohn Harvey und ihrem Mann Stephen. Vorteilhaft finde ich, dass wir mitten in der Geschichte einsteigen und sofort mit den Problemen dieser, nach aussen glücklich erscheinenden, Familie konfrontiert werden. Sarah hat Angst, aus dem Haus zu gehen und unterhält sich schon lange nicht mehr mit ihrem Mann. Dieser ist immer auf Geschäftsreisen und so auch an diesem Abend, bis sie plötzlich ein Auto in der Auffahrt hört und Stephen's Gangart und Geräusche erkennt.
Nur das es nicht Stephen ist, der ihr da in der Küche entgegensteht, sondern ein Mann mit grässlich vernarbtem Gesicht, welcher sich als ihr Gatte ausgibt. Von nun an beginnt ein Spiel und die Zeit läuft, den von Stephen hat Sarah schon lange nichts gehört.
Hilfe sucht sie sich bei ihrem alten Freund Mark, der gerade selbst einige Probleme hat und Sarah's Bitte erstmal ausschlägt, bis er merkt, dass gerade das Helfen seine Rettung sein könnte.
Faszinierend, wie Wulf Dorn mit unseren Ängsten spielt. Er bedient sich weder 0815-Standards wie Clowns noch spielen grausame Morde eine grosse Rolle. Klar, Blut kommt vor und auch einige unangenehme Szenen. Trotzdem stehen diese Dinge nicht im Fokus, sondern vielmehr die Angst vor dem, was uns allen passieren könnte - Besessenheit. Sowohl die Protagonisten als auch wir Leser tappen oftmals im Dunkeln und was handfest erscheint wird plötzlich wieder verworfen. Zwei-, dreimal war ich mir ganz sicher, den Verlauf der Geschichte nun zu kennen, da holte mich der Autor wieder in die Realität zurück und nichts erschien, wie es vorher war.
Ausserdem wird mit den Emotionen des Lesers gespielt. Eigentlich empfindet man Hass für den Mann mit dem Narbengesicht, andererseits versteht man ihn irgendwie. Irgendwie. Versteht mich jetzt nicht falsch, egal, wie gute Motive er hatte, seine Tat ist natürlich nicht schön zu reden.
Der Schreibstil von Wulf Dorn ist angenehm und flüssig, manchmal, für meinen Geschmack, zu langatmig. In dieser Geschichte hat es mich jedoch nicht gestört, ich kann mir aber vorstellen, dass es mich bei anderen Büchern vielleicht nerven könnte.
Fazit
Wulf Dorn überzeugt mich mit seinem flüssigen Schreibstil, der Idee des alltäglichen Horros und den Protagonisten, in die man sich gut hineinversetzen kann. Ich habe das Buch trotz Zeitmangel in drei Tagen verschlungen und vergebe 5 von 5 Sterne.
für wen?
Geeignet vor allem für diejenigen unter uns, welche es nicht allzu blutig und brutal mögen und trotzdem in den Genuss eines guten Thriller kommen wollen.
Vita
Wulf Dorn, Jahrgang 1969, liebt gute Geschichten, Katzen und das Reisen. Er war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Für seine Kurzgeschichten, die in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften erschienen, wurde er mehrfach ausgezeichnet. Mit seinem 2009 erschienenen Debütroman »Trigger« gelang ihm ein internationaler Bestseller. Auch seine weiteren Romane erreichten Bestsellerstatus und sind inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Kennt ihr das, ihr geht gerade eure Blogliste durch und jeder zweite Eintrag fängt mit Neuzugänge an. Wenn ich mir die Neuzugänge dann genauer anschaue, staune ich meistens nicht schlecht.
Monatlich posten verschiedene Buchblogger über ihre Neuzugänge und dabei handelt es sich meistens nicht nur um ein oder zwei Bücher, nein um mindestens fünf bis zehn. Da frage ich mich: wie macht ihr das nur?
Sind Bücher in Deutschland und Österreich so viel günstiger? Wenn ich mir jeden Monat sagen wir mal 10 Bücher kaufen würde, die im Durchschnitt 20.- kosten, dann ergibt das einen Gesamtwert von CHF 200.-[!]. Zweihundert Schweizer Franken. Boah, ein ziemlich hoher Betrag.
Damit also besagter SuB nicht noch weiter wächst, vermeide ich den Kauf von neuen Büchern so gut wie möglich. Klar, auch ich bin ein Bücherwurm und es fällt mir ziemlich schwer mich zurückzuhalten. Ich finde aber, dass es auch die Bücher auf meinem SuB verdient haben gelesen zu werden. Schliesslich habe ich sie aus diesem Grund erworben.
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges begibt sich eine Sondereinheit des Hitler-Regimes unter der Leitung von Oberst Dr. Furtwanger auf die »Expedition Mantodea«. Im Auftrag des Führers sucht sie in der afrikanischen Steppe nach einer Spezies der Stabschrecke, durch deren Verzehr Unsterblichkeit erlangt werden soll. Ziel der Expedition ist es, Hitler das ewige Leben zu verleihen.
Wir erfahren es hundertvierzig Jahre später, in einer technologisch hochstehenden und friedfertigen, doch gleichzeitig kitschig-skurrilen Welt, in der sich die Menschheit einem überbordenden Konsumrausch hingibt. Doch der Schein trügt, denn es herrscht die totale Kontrolle und das Regime steht kurz dem Endziel: Adolf Hitler von den Toten zu erwecken, sodass der Führer ein ewig währendes Reich des Schreckens und eine Diktatur des Grauens errichten kann ...
Was ich dazu sage...
Die Geschichte beginnt mit der geheimen Expedition Mantodea, auf welcher sich Professor Furtwanger mit seinen Gehilfen befindet. Zusammen mit Eingeborenen versuchen Sie die Stabschrecke zu finden, welche dem Führer die Unsterblichkeit bringen soll.
Auf den ersten Seiten hatte ich Startschwierigkeiten da ich mich erst an den fernen Kontinent Afrika gewöhnen musste. Dem Autor war dies scheinbar bewusst, denn seine Beschreibungen der Umgebung waren äusserst detailliert und hilfreich. Nach deim Einlesen konnte ich dann als Beobachter das Geschehen problemlos verfolgen und bereits verschiedene Theorien zum weiteren Verlauf erstellen.
Die Charaktere, vorallem Al, haben mir unglaublich gut gefallen. Sie waren alltäglich, hatten Stärken und Schwächen, genau wie wir Leser. Das hat es mir leicht gemacht, mich mit ihnen zu identifizieren. Bei Al hat mich die persönliche Entwicklung, vorallem der Weg zum Bewusstsein, beeindruckt. Die Beschreibung, wie er in seinem Inneren aufgeräumt hat war berührend und inspirierend zugleich. Besonders in diesem Teil der Geschichte bin ich gedanklich versunken und habe das Reflektieren des Gelesenen genossen.
Der Schreibstil von Adrian Suter war angenehm zu lesen, weder Fremdwörter noch komplexe Sätze haben meinen Lesefluss beeinträchtigt.
Auch an Ideen mangelt es dem Autoren nicht, denn die schrecklich schöne neue Welt, welche der Professor erstellt hat, konnte mich von Anfang an einnehmen. Einige Erfindungen waren ja ganz praktisch, über andere wiederum konnte ich nur schmunzeln. Die neue Gesellschaftsordnung hat mich gleichzeitig fasziniert und abgeschreckt. Woher nimmt sich Herr Suter wohl seine Kreativität?
Als Schweizerin waren die verschiedenen Schauplätze in unserem kleinen aber schönen Land natürlich ein Bonus. Zürich, der Hauptbahnhof und die Streetparade sind hier niemandem ein Fremdwort. Da ich vorher noch kein einziges Buch von einem Schweizer Autor gelesen habe - bitte steinigt mich nicht - hat mich dieses umso mehr überrascht. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich keine allzu grossen Erwartungen hatte. Nachdem ich regelrecht durch das Buch gerast bin, hat sich meine Meinung stark verändert, scheinbar haben wir Schweizer wirklich viel auf dem Kasten!
Das Buch eignet sich perfekt als unterhaltsame Leselektüre, kann aber auch eine Anregung zum Nachdenken sein - wie entwickelt sich unsere Gesellschaft? Kann es wieder so weit kommen? Jeder Leser kann somit für sich entscheiden, wie er auf die Geschichte eingehen will. Genau diese Flexibilität rechne ich dem Autoren hoch an.
Fazit
Selten hat mich ein Buch so in seinen Bann gezogen. Bei der Arbeit waren meine Gedanken stets bei Al, Beatrice und Professor Furtwanger. Eine Zukunftsvision, die zwar nicht völlig neu, in einigen Aspekten aber trotzdem überraschend war. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt, dafür gibt es verdiente 5 Sterne.
An dieser Stelle: Merci Herr Suter für's Abentür.
[!]Schöne neue Welt trifft auf Panem's Gesellschaftsform! Wer gerne Bücher über zukünftige Gesellschaftsordnungen liest, die nicht nur lustig und fantastisch, sondern auch mit einem kritischen Auge betrachtet werden können, sollte hier definitiv zugreifen.
[♥] Herzlichen Dank an den Riverfield Verlag für die Bereitsstellung des Rezensionsexemplars.
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Die heutige Top Ten Thursday Frage kann ich leider nicht ganz mit 10 Beispielen beantworten, da es nur wenige Autoren gibt, die ich wirklich gerne kennenlernen würde.
10 Autoren/Autorinnen, die du gerne mal treffen würdest