Montagsfrage #9

Montag, 24. August 2015


Gab es in letzter Zeit ein Buch, dessen Handlung nicht hielt, was die Inhaltsangabe versprochen hat?

Da muss ich gar nicht lange nachdenken. Mein absolutes Hassbuch der letzten Monate war Der Preis der Treue von Diane Brasseur. Wieso?

Als ich das Buch auf
vorablesen.de entdeckte, war ich eigentlich sofort begeistert! Gemäss Beschreibung und Inhaltsangabe geht es um einen Mann in den 50ern, der eine Affäre mit einer wesentlich jüngeren Frau hat. Er ist zwar nicht unglücklich in seiner Ehe, sucht aber scheinbar ein neues Abenteuer.


Seit einem Jahr lebt ein vierundfünfzigjähriger verheirateter Pariser Geschäftsmann im emotionalen Ausnahmezustand: Er hat sich in die deutlich jüngere Alix verliebt. Was mit spielerischer Leichtigkeit begann wiederentdeckte flirrende Erotik, der Reiz des Doppellebens, der Flirt mit einem Neubeginn , wird mit der Zeit zu einer wachsenden Belastung. Sein Dilemma: Er ist nicht nur verrückt nach Alix, mit der er sich endlich wieder rundum lebendig fühlt, er liebt auch seine Frau. Eines Morgens zieht er sich in sein Arbeitszimmer zurück, in der festen Absicht, endlich eine Entscheidung zu treffen.
Bei dieser Inhaltsangabe hat mich vorallem der letzte Satz interessiert. Ich habe das Buch vorallem wegen dem psychologischen Aspekt gelesen. Was wird er tun? Überwiegt Trieb vor Liebe? Wie begründet er seine Affäre?

-Achtung Spoiler-

Bekommen habe ich aber ein Buch, welches in seinem eher kleinen Umfang lediglich Ausreden für eine Affäre sucht und diese noch schön redet. Es wurde weder eine Entscheidung getroffen, noch psychologisch hinterfragt, wieso es soweit gekommen war. Scheinbar wars einfach so - und seine Affäre Alix (übrigens die einzige Figur im Buch, welche einen Namen erhalten hat) ist zu schön, um verlassen zu werden.

Kommentare:

  1. Hi Andrea!

    Das klingt wirklich nach einem enttäuschendem Buch. Mir hätte es jedenfalls auch nicht gefallen.

    Aber mal provokativ gefragt: Ist Untreu schön reden nicht ein wesentlicher Inhalt eines ganzen Genres?

    LG,
    André
    Bibliothek von Imre

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    1. Guten Morgen André

      Da muss ich dir zustimmen. Ich glaube, gerade deshalb ist dieses Genre auch nichts für mich. Ich versuche zwar immer objektiv zu bleiben, aber bei Untreue tue ich mich wirklich schwer. Ich finde es gibt andere Wege, wie man aus einer unglücklichen oder für diesen Protagonisten langweilige Beziehung gehen kann, ohne sein Gegenüber so zu verarschen.

      Nicht jeder sieht das aber so, diese Entscheidungen müssen wir leider auch respektieren.

      Liebe Grüsse Andrea

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  2. Hallo, Andrea!
    Es ist einfach nicht schön, wenn man sich so über ein Buch ärgern muss. Ich kann deine Enttäuschung verstehen. Hast du es denn zu Ende gelesen?
    LG, m

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    1. Guten Morgen :)

      Ja, ich finde es auch schade, wenn ich mich wegen so einem Buch ärgern muss. Man kann aber ja nicht alle Bücher gut finden oder?
      Zuende gelesen habe ich es, weil ich darauf hoffte, dass irgendwie noch eine Entscheidung gefällt wird oder das Ganze als Fehler geoutet wird. Fehlanzeige, leider!

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  3. Hi Andrea!

    Dein Flopbuch wäre auch bei mir nicht angekommen, ich bin eher die felsenfeste Fantasy-Leserin. Bei mir war es ,,Atlantia" von Ally Condie, wo der Klappentext mehr versprochen hatte, als das mittelmäßige Buch am Ende zu bieten hatte. Dystopisches Jugendbuch endete in sanfter Dramatik, die nicht vom Hocker riss. Und warum hatte ich mir erst das Buch besorgt? - ja, nur wegen einer spannend klingenden Inhaltsangabe!

    lg Julia
    http://lizoyfanes.blogspot.com/2015/08/montagsfrage-gab-es-in-letzter-zeit-ein.html

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  4. Huhu!

    Das klingt wirklich total enttäuschend. :-( Wenn ein Protagonist Ehebruch begeht, will ich da auch die psychologische Seite durchleuchtet sehen und vor allem sehen, dass er (oder sie) etwas tut, um die verfahrene Situation zu verändern.

    HIER ist mein Beitrag für heute.

    LG,
    Mikka

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  5. Hallöchen meine Liebe,

    ich muss dir und allen anderen zustimmen. Das ist ja mal extra doof. =( Schade, dass es wirklich so schlecht war, aber das gibt es immer wieder. Leider! Und ich hasse es, wenn Leute keinen Namen haben und immer nur "Er" oder "Sie" sind. Da fehlt mir die persönliche Beziehung zu den Personen und ich kann nicht wirklich mit ihnen fühlen. =(
    Es tut mir leid für dich, dass das Buch so eine Enttäuschung war.

    Alles Liebe
    Luz :*

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  6. Huhu,
    das Buch kenn ich gar nicht. Ist aber wohl auch besser so. ;)

    Ich habe in letzter Zeit kein Buch gehabt, was mich wirklich enttäuscht hat.

    Liebe Grüße
    Steffi
    Mein Beitrag

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  7. Ich hab genau dieselbe Wahl getroffen - das ist echt cool XD Die Rezi dazu werde ich mit Freuden lesen! Hier ist übrigens mein Beitrag: http://evyswunderkiste.blogspot.de/2015/08/montagsfrage-inhaltsangabe-contra-buch.html

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